Ganzkörperschleier sind in Frankreich so gut wie Verboten. Das Parlament hat letzte Woche für ein entsprechendes Gesetz gestimmt.
In Frankreich leben 6 Millionen Muslime und nur knapp 2000 Frauen tragen den Ganzkörperschleier. Eine deutliche Mehrheit von 336 Abgeordneten des parlamentarischen Unterhauses haben für ein Gesetz gestimmt, das die Geschichtsverschleierung in der Öffentlichkeit verbieten soll. Es gab nur eine Gegenstimme.
Bevor dieses Gesetz entgültig in Kraft tritt, muss im September nur noch der Senat über das Gesetz entscheiden. Mit großer wahrscheinlichkeit wird auch der Senat für ein Verbot stimmen.
Auch Belgien hat bereits ein Verhüllungsverbot. Frauen die dort auf offener Straße Burka oder Niqab tragen sollen mit 150 Euro und und einem Kurs in Staatsbürgerkunde belegt werden. 60.000 Euro Strafe müssen Männer bezahlen, die Ihre Frauen oder minderjährigen Töchter zum Tragen des Schleiers zwingen. Auch eine Haftstrafe von zwei Jahren ist nicht auszuschließen...
Das Tragen auffälliger Sympole wie Kopftuch, Kippa oder kreuz ist an Französischen Schulen bereits verboten. Dieses Gesetz wurde vor 6 Jahren beschlossen.
Ähnlichen Zuspruch gab es auch aus Deutschland. 71 Prozent sprachen sich für ein entsprechendes Verbot aus. Die türkischstämmige SPD-Politikerin und frühere Bundestagsabgeordnete Lale Akgün hatte sich im Januar dafür eingesetzt, auch in Deutschland ein Burka-Verbot zumindest für Schulen, Universitäten und sicherheitssensible Orte wie Bahnhöfe oder Flughäfen durchzusetzen. "Die Burka ist ein Ganzkörpergefängnis, das die Menschenrechte tief verletzt. Es wäre ein wichtiges Zeichen, die Burka in Deutschland zu verbieten", sagte Akgün damals der Frankfurter Rundschau.
Ob es überhaupt Frauen im deutschen Staatsdienst gibt, die derart verhüllt sind, ist nicht bekannt. Die Zahl der Burka-Trägerinnen in Deutschland ist allerdings nach Angaben des Zentralrats der Muslime ohnehin äußerst gering. Bei mehr als vier Millionen Muslimen in Deutschland seien die Burka-Trägerinnen an den Händen abzuzählen.
Quelle:
sueddeutsche.de/gba
Von Dana Hoffmann |